Hochwasser

Ostseehochwasser

Hochwasser an der Ostsee – Information und Verhaltensempfehlungen

Hochwasser an der Ostsee ist ein wiederkehrendes Naturereignis, das insbesondere die Küstenregionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns betrifft. Durch starke Winde, Luftdruckunterschiede und besondere Wetterlagen kann es zu einem sogenannten „Sturmhochwasser“ kommen, bei dem das Wasser in die Buchten und an die Küsten gedrückt wird.

Entstehung von Hochwasser an der Ostsee

Im Gegensatz zur Nordsee mit ihren Gezeiten wird das Wasser der Ostsee vor allem durch Wind beeinflusst. Anhaltende starke Winde aus bestimmten Richtungen können große Wassermengen an die Küste drücken und dort aufstauen. Besonders betroffen sind flache Küstenbereiche und Buchten. Eine wichtige Rolle bei der Warnung spielt der Deutscher Wetterdienst (DWD), der Wetterentwicklungen beobachtet und frühzeitig vor Sturm und Hochwasser warnt.

Gefährliche Folgen von Hochwasser

Hochwasser kann erhebliche Schäden verursachen:

  • Überflutung von Straßen, Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen
  • Gefährdung von Menschen und Tieren
  • Schäden an Deichen, Häfen und Infrastruktur
  • Einschränkungen im Verkehr und bei der Versorgung
  • Besonders kritisch sind schnelle Wasseranstiege und hohe Wellen bei Sturm.

Vorsorgemaßnahmen

Um sich auf Hochwasser vorzubereiten, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Regelmäßige Information über Wetterlagen und Warnmeldungen
  • Nutzung von Warn-Apps wie NINA Warn-App oder KATWARN
  • Wichtige Dokumente und Wertgegenstände hochwassersicher lagern
  • Sandsäcke oder andere Schutzmaßnahmen bereithalten (wenn möglich)
  • Notfallgepäck vorbereiten (Kleidung, Medikamente, wichtige Unterlagen)
  • Fahrzeuge rechtzeitig aus gefährdeten Bereichen entfernen

Verhalten bei Hochwasser

Wenn Hochwasser droht oder bereits eingetreten ist:

  • Ruhe bewahren und Warnungen ernst nehmen
  • Den Anweisungen von Behörden und Einsatzkräften folgen
  • Gefährdete Gebiete frühzeitig verlassen
  • Überflutete Straßen und Wege nicht betreten oder befahren
  • Kinder und Haustiere besonders schützen
  • Strom in gefährdeten Gebäuden abschalten (wenn gefahrlos möglich)
  • Tiefgaragen und Unterführungen nicht betreten

Achtung: Schon geringe Wasserstände können starke Strömungen entwickeln und gefährlich sein.

Verhalten bei Evakuierung

Wird eine Evakuierung angeordnet:

  • Nur das Nötigste mitnehmen (Notgepäck)
  • Wohnung oder Haus sichern (Fenster, Türen schließen)
  • Nachbarn informieren und hilfsbedürftige Personen unterstützen
  • Ausgewiesene Evakuierungswege nutzen

Nach dem Hochwasser

Nach dem Rückgang des Wassers:

  • Gebäude erst nach Freigabe betreten
  • Vorsicht vor beschädigten Leitungen und verschmutztem Wasser
  • Lebensmittel und Trinkwasser prüfen
  • Schäden dokumentieren

Binnenhochwasser

Binnenhochwasser in Ostholstein – Information und Verhaltensempfehlungen

Binnenhochwasser bezeichnet Überschwemmungen, die durch anhaltenden Regen, gesättigte Böden oder über die Ufer tretende Flüsse und Seen entstehen – unabhängig von Küstenhochwasser. Auch in Ostholstein kann es entlang kleiner Fließgewässer, Gräben und Seen sowie in tieferliegenden Gebieten zu solchen Hochwasserlagen kommen.

Entstehung und Ursachen

Binnenhochwasser entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum und entsteht durch:

  • Langanhaltende oder intensive Niederschläge
  • Gesättigte Böden, die kein Wasser mehr aufnehmen können
  • Überlastete Entwässerungssysteme
  • Ansteigende Pegel von Flüssen und Seen

Besonders betroffen sind Niederungen, landwirtschaftliche Flächen sowie Siedlungen in Gewässernähe.
Zur Beobachtung der Wetterlage und für Warnungen ist der Deutscher Wetterdienst eine wichtige Informationsquelle.

Gefahren durch Binnenhochwasser

Binnenhochwasser kann erhebliche Auswirkungen haben:

  • Überflutung von Kellern, Straßen und Gebäuden
  • Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft
  • Einschränkungen im Verkehr
  • Gefährdung von Menschen durch steigende Wasserstände

Da sich das Wasser oft langsam, aber kontinuierlich ausbreitet, wird die Gefahr häufig unterschätzt.

Vorsorgemaßnahmen

Um sich auf Binnenhochwasser vorzubereiten, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Regelmäßige Information über Wetter- und Hochwasserwarnungen
  • Nutzung von Warn-Apps wie NINA Warn-App oder KATWARN
  • Rückstauklappen und funktionierende Entwässerungssysteme sicherstellen
  • Wertgegenstände und wichtige Dokumente hochwassersicher lagern
  • Sandsäcke oder mobile Schutzmaßnahmen bereithalten
  • Heizöltanks und andere Anlagen sichern
  • Gullydeckel freihalten und Verklausungen verhindern, auch in meiner Straße

Verhalten bei drohendem Hochwasser

  • Frühzeitig handeln und vorbereiten
  • Gefährdete Bereiche (z. B. Keller) räumen
  • Fahrzeuge aus Überschwemmungsgebieten entfernen
  • Strom und Gas in gefährdeten Bereichen abschalten (nur wenn gefahrlos möglich)
  • Den Anweisungen der Behörden folgen

Verhalten während des Hochwassers

  • Überflutete Straßen und Wege nicht betreten oder befahren
  • Abstand zu fließendem Wasser halten (Strömungsgefahr)
  • Kinder und Haustiere besonders schützen ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen
  • auf Menschen achten, dies besonders Angst vor Wasser haben wie beispielsweise Flüchtlinge, die oft auch nicht schwimmen können
  • Nachbarn unterstützen, insbesondere hilfsbedürftige Personen
  • Notruf 112 wählen, wenn Menschen in Gefahr sind

Verhalten nach dem Hochwasser

  • Gebäude erst nach Freigabe betreten
  • Elektrische Anlagen überprüfen lassen
  • Schäden dokumentieren
  • Auf Verunreinigungen durch verschmutztes Wasser achten
  • Hygiene beachten (z. B. gründliches Reinigen)