Binnenhochwasser
Binnenhochwasser in Ostholstein – Information und Verhaltensempfehlungen
Binnenhochwasser bezeichnet Überschwemmungen, die durch anhaltenden Regen, gesättigte Böden oder über die Ufer tretende Flüsse und Seen entstehen – unabhängig von Küstenhochwasser. Auch in Ostholstein kann es entlang kleiner Fließgewässer, Gräben und Seen sowie in tieferliegenden Gebieten zu solchen Hochwasserlagen kommen.
Entstehung und Ursachen
Binnenhochwasser entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum und entsteht durch:
- Langanhaltende oder intensive Niederschläge
- Gesättigte Böden, die kein Wasser mehr aufnehmen können
- Überlastete Entwässerungssysteme
- Ansteigende Pegel von Flüssen und Seen
Besonders betroffen sind Niederungen, landwirtschaftliche Flächen sowie Siedlungen in Gewässernähe.
Zur Beobachtung der Wetterlage und für Warnungen ist der Deutscher Wetterdienst eine wichtige Informationsquelle.
Gefahren durch Binnenhochwasser
Binnenhochwasser kann erhebliche Auswirkungen haben:
- Überflutung von Kellern, Straßen und Gebäuden
- Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft
- Einschränkungen im Verkehr
- Gefährdung von Menschen durch steigende Wasserstände
Da sich das Wasser oft langsam, aber kontinuierlich ausbreitet, wird die Gefahr häufig unterschätzt.
Vorsorgemaßnahmen
Um sich auf Binnenhochwasser vorzubereiten, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
- Regelmäßige Information über Wetter- und Hochwasserwarnungen
- Nutzung von Warn-Apps wie NINA Warn-App oder KATWARN
- Rückstauklappen und funktionierende Entwässerungssysteme sicherstellen
- Wertgegenstände und wichtige Dokumente hochwassersicher lagern
- Sandsäcke oder mobile Schutzmaßnahmen bereithalten
- Heizöltanks und andere Anlagen sichern
- Gullydeckel freihalten und Verklausungen verhindern, auch in meiner Straße
Verhalten bei drohendem Hochwasser
- Frühzeitig handeln und vorbereiten
- Gefährdete Bereiche (z. B. Keller) räumen
- Fahrzeuge aus Überschwemmungsgebieten entfernen
- Strom und Gas in gefährdeten Bereichen abschalten (nur wenn gefahrlos möglich)
- Den Anweisungen der Behörden folgen
Verhalten während des Hochwassers
- Überflutete Straßen und Wege nicht betreten oder befahren
- Abstand zu fließendem Wasser halten (Strömungsgefahr)
- Kinder und Haustiere besonders schützen ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen
- auf Menschen achten, dies besonders Angst vor Wasser haben wie beispielsweise Flüchtlinge, die oft auch nicht schwimmen können
- Nachbarn unterstützen, insbesondere hilfsbedürftige Personen
- Notruf 112 wählen, wenn Menschen in Gefahr sind
Verhalten nach dem Hochwasser
- Gebäude erst nach Freigabe betreten
- Elektrische Anlagen überprüfen lassen
- Schäden dokumentieren
- Auf Verunreinigungen durch verschmutztes Wasser achten
- Hygiene beachten (z. B. gründliches Reinigen)